Blitzschutz/ Überspannungsschutz

Dringt ein Blitz in ein Haus ein, entsteht meist erheblicher Sachschaden, da durch Überspannung elektrische Geräte und Anlagen zerstört werden können. Durch die hohe Temperatur (mehrere 1000 Grad C) steigt die Gefahr eines Brandes. Auch wenn das Gebäude selbst nicht getroffen wird, können Wanderwellen, die sich entlang der Einspeiseleitungen fortpflanzen, ebenso großen Schaden anrichten. Bei Wolke-zu-Wolke-Blitzschlägen entstehen ebenfalls Wanderwellen auf Netz- und Datenleitungen mit enormen Schäden.

Beim Blitzschutz sind die bestehenden Normen, Vorschriften und Typisierungen zu beachten. Informieren Sie sich bei Ihrem Fachmann!

Überspannungsschutz:

  • Bei Direkteinschlägen in eine Blitzschutzanlage wird der Blitzstrom in das Erdungssystem geleitet.
  • Dabei entstehen elektromagnetische Felder, die eine Bedrohung für die elektrischen Einrichtungen im Gebäude sind.
  • Zur Minimierung dieser Gefahr werden Schutzzonen definiert: So gilt z. B. der gesamte von einem Verteiler erfasste Bereich als Schutzzone.

Ausführung:

  • Einbau nahe am Einspeisepunkt
  • Parallelführungen zwischen geschützten und ungeschützten Installationsbereichen vermeiden
  • Kurze Verbindungsleitungen zur Anspeisung und Erdungsklemme

Ableitertypen:

  • Ableiter der Klasse C mit Nennableit-Stoßstrom größer als 5 kA
  • Bei Maßnahmen für den Überspannungs-Feinschutz (bei ev. empfindlichen elektronischen Geräten) nur nach den Regeln der aktuellen Technik vorgehen!
  • Generell: Überspannungsableiter auf möglichst kurzem Weg erden
  • Zur optimalen Schutzwirkung von Ableitern: auf sorgfältig ausgeführten Potenzialausgleich und fachmännisch ausgeführte Erdungsanlage (Fundamenterder) achten

Blitze können erheblichen Schaden verursachen - vor allem an Elektrogeräten.