Dach

Gleich vorweg: Lassen Sie nur Profis auf’s Dach! Einfach nur mit der Leiter rauf und loswerkeln ist nicht sinnvoll! Um sich nicht in Gefahr zu bringen, muss auch der Profi mit einem sicheren Gerüst arbeiten.

Doch das ist nicht der einzige Punkt, auf den Sie beim Dach achten sollten. Vor allem Dachform, Dämmung und Brandschutz müssen gut überlegt sein, ehe es ans Wek geht.

     

  • Bei der Planung Firstrichtung und mögliche Nutzung der Sonnenenergie berücksichtigen!
  • Optimal für Sonnenkollektoren: Dachneigung von 30 – 50 Grad
  • Die Dachdeckung muss auf Dachneigung und Dachform abgestimmt sein
  • Sturm und Regen können Ihrem Dach gehörig zusetzen, Dachprofi beiziehen!


Ein Dach schützt nicht nur vor Wind und Wetter, es muss auch einiges aushalten, wie Schnee- und Eislasten, Windlasten, Regen, Frost, Hitze, Hagel, UV-Strahlung etc.

Achtung: Blitzschutzanlage nicht vergessen.
Mit Professionisten beraten - Profis in Ihrer Wohnungebung finden Sie z.B. hier.

Dach-Bauformen: 

Je einfacher die Konstruktion, desto rascher und kostengünstiger ist sie umsetzbar. Sonderformen mit Gaupen etc. erfordern aufwändige Konstruktionen, sind oft bautechnisch und -physikalisch schwer umzusetzen. Weil zeitaufwändig, auch höhere Kosten! Gängigste Formen:

  • Satteldach - erlaubt viele Sonderformen
  • Pultdach - einfache Konstruktion
  • Flachdach - einfach aber heikel in der Abdichtung

Dämmung:

Sie schützt im Winter vor Wärmeverlusten und im Sommer vor Überhitzung. Wichtig bei der Ausführung: Sie muss winddicht sein (siehe Kapitel Dichtheit)!

Die gängigsten Dämmungs-Varianten beim Dach sind:

  • Aufsparrendämmung
  • Vollsparrendämmung mit Hinterlüftung
  • Vollsparrendämmung ohne Hinterlüftung
  • Aufdoppelung der Sparrendämmung in Längs- oder Querrichtung zum Sparren

Brandschutz:

Für Dachkonstruktionen in Ein- und Zweifamilienhäusern gilt die Brandwiderstandsklasse F30. Erreicht wird dieser Wert z. B. durch

  • mindestens 4 cm Holzsichtschalung (Brandschutzschalung) mit Nut und Feder
  • Gipskarton-Feuerschutzplatten
  • 1,5 cm Gipsfaserplatten auf 2,5 cm Schalung
  • Holzwolle-Leichtbauplatten (2,5 cm) mit zweilagigem Verputz (mind. 1,5 cm)

Siehe auch Kapitel Brandschutz.

Die Dachdeckung muss auf Dachneigung und -form abgestimmt sein.