Keller
Früher wurde der Keller vor allem zur Vorratshaltung genutzt. Heute hat er verschiedenste Funktionen: Neben der Heizungsanlage und den Hausanschlüssen kann man hier die Waschküche, den Arbeits-, Hobby- oder Fitnessbereich und sogar eine Vinothek so unterbringen, dass die eigentliche Wohnfläche davon nicht betroffen ist. Auch Obst und Gemüse kann man im Keller einlagern. Und: Ein Keller erhöht den Wert Ihrer Immobilie. Gut planen und für alle Fälle vorsorgen ist auch hier Regel Nummer 1.
- Grundsätzlich gilt vor dem Hausbau: Gelände und Bodenbeschaffenheit überprüfen
- Davon hängen die technische Ausführung des Fundaments und der Wände sowie Maßnahmen gegen Feuchtigkeit ab (Drainage und dichte Wanne bei hohem Grundwasser) – entscheidend auch für die Kosten!
- Planen Sie im Detail, wie Sie den Kellern nutzen wollen, ob Sie Nassräume (Sauna, Waschküche) vorsehen. Isolierung! Dampfsperre! Fenster! Oberlichten!
- Vor dem Bau der Fundamente müssen in Rohrgräben alle Ent- und Versorgungsleitungen für Strom, Telefon, TV-Kabel, Kanal und Abwasser sowie Trink- und Nutzwasser verlegt werden. Ausreichend dimensionieren!
- Raum für Brennstoff bzw. Öffnung für Brennstoffbefüllung nicht vergessen!
- Bei den Bauteilen reicht die Auswahl vom Stahlbeton-Fertigteil bis zur gemauerten Wand. Lassen Sie sich von Ihrem Professionisten beraten! Profis aus Ihrer Wohnumgebung finden Sie hier.
- Beheizte und nicht beheizte Kellerräume thermisch trennen – Vermeidung von Wärmebrücken zu den Außenwänden!
- Beim örtlichen Bauamt der Gemeinde anfragen, ob der Einbau von Rückstauverschlüssen empfohlen wird, um spätere Überschwemmungen bei schwerem Regen zu vermeiden.
- Achtung: Bei Lichtschächten Entwässerungsöffnung vorsehen bzw. Schächte an Drainage anschließen
- Wichtig ist eine gute Abdichtung - nachträgliche Verbesserungen können hier nur mit viel Aufwand erreicht werden. Experten empfehlen selbst bei wasserundurchlässigem Fertigbeton eine Außenisolierung gegen Feuchtigkeit. Lassen Sie sich vom einem Profi beraten!
- Ein Tipp: Wenn Sie von außen keinen ebenerdigen Zugang in den Keller haben, sollten Sie eine außen liegende Kellertreppe planen. Dies erleichtert die Lagerung von Gartengeräten. Achten Sie dabei auf eine rutschfeste und frostsichere Ausführung!
Innenabdichtung und Dämmung von Altkellern
Was man bei einem Neubau an äußerer Wärmedämmung und -abdichtung versäumt hat, kann man durch Innenmaßnahmen nicht mehr vollwertig ausgleichen. Eine nachträgliche Innendämmung oder -abdichtung macht nur Sinn, wenn es zu aufwändig ist, die Kellerwände freizulegen.
- Innenabdichtung nur bei Räumen mit weniger als 60 % Luftfeuchtigkeit – sonst Kondensationsgefahr, Schimmelbildung!
- Nicht tragfähigen Putz entfernen, Risse im Mauerwerk und in Betonwänden verschließen
- Zwischenwände mit abdichten
- Horizontalsperre unter der Kellerdecke! Verhindert Aufsteigen der Feuchtigkeit zum Wohngeschoß
- Ausreichende Dämmung der Kellerdecke senkt Energiekosten deutlich!
- Grundsätzlich Professionisten zu Rate ziehen, um Fehler zu vermeiden, die später nur mit viel Kostenaufwand zu beseitigen sind.
Grundsätzlich gilt für den Keller: Im Winter lüften, im Sommer geschlossen halten!
Wie wollen Sie Ihren Keller nutzen? Denken Sie schon bei der Planung darüber nach.
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