Heizraum
Die Heizzentrale ist zumeist im Keller oder Erdgeschoß untergebracht. Je nach Brennstoff, Lage der Kamine, Brennstofflieferung, Lage der Ausdehnungsgefäße und unter Umständen der Entaschung ist die Ausgestaltung des Heizraums zu planen.
Neben der Heizanlage selbst müssen in die Überlegungen auch Schallschutz und die Lagerung des Brennstoffs einbezogen werden - Ziehen Sie einen Professionisten zu Rate!
- Achtung: bei Aufstellung von Feuerstätten Mindestabstände zu brennbaren Bauteilen und Gegenständen einhalten! (Bestimmungen der jeweiligen Länder einhalten)
- Kesselanlage am besten als eigenen Brandabschnitt mit Brandschutztür T30 ausführen
- Türen sind nach außen aufschlagend und zum Hausinneren mit Selbstschließern zu versehen.
- Kessel von allen Seiten zugänglich installieren
- Kesselraum mindestens 2 m hoch, brandbeständige Wände und Decken aus nicht brennbaren Baustoffen
- Be- und Entlüftung des Heizraums: jeweils eine Abluftöffnung unter der Decke und eine Zuluftöffnung über dem Fußboden einplanen
- Brennwerttechnikanlagen benötigen einen Kanalanschluss.
Ölkessel (siehe auch Kapitel Wärmeerzeuger)
- Bei Aufstellung Herstellerangaben und Bestimmungen der jeweiligen Länder beachten
- Ablagerungen des Öls können in Stahltanks Korrosion verursachen - regelmäßig reinigen lassen (dadurch wird auch der Wirkungsgrad der Heizung erhalten)
Holzkessel (siehe auch Kapitel Wärmeerzeuger)
- Achtung: Die Asche kann noch mehrere Tage lang zündfähige Glutteile enthalten.
- Lagerung daher nur in Behältern aus nicht brennbarem Material mit dicht schließendem Deckel
- Automatische Holzfeuerungsanlagen erfordern Sicherheitseinrichtungen zur Vermeidung von Flammenrückschlag, Rückbrand bzw. Rückzünden von der Feuerstätte in den Vorratsbehälter bzw. Brennstofflagerraum.
Pellets-Lagerung
Pelletsheizungen vereinen hohen Bedienungskomfort und CO2-Reduktion. Die kleinen Holzpresslinge können außerhalb des Hauses in einem Erdtank oder innerhalb in einem Lagerraum gelagert werden. Der sichere Brennstofftransport erfolgt durch den Einsatz von Saug- oder Schneckensystemen.
Lagerraum:
- angrenzend an eine Außenmauer (Zugänglichkeit bei der Befüllung)
- Wände und Boden: gemauert, dicht und trocken
- Brandschutztür, Holzverschalung und Prallschutzmatte sind notwendig
- Vorgaben des Heizungsherstellers beachten!
Erdtank:
- wird im Garten eingegraben
- Tank und Austragungssystem (befördert die Pellets zum Heizsystem) müssen mit der Heizung kompatibel sein
Heizungs-Wärmepumpen (siehe auch Kapitel Wärmeerzeuger)
- Beziehen ihre Energie vor allem aus der Umwelt in Form von in Erde, Wasser oder Luft gespeicherter Sonnenenergie
- Beim Einsatz von 1 kWh Strom für den Kompressorbetrieb werden rund 4 kWh Wärme erzeugt.
- Nutzbarkeit des Erdreichs als Energiequelle hängt von der Art des Erdkollektors bzw. der verfügbaren Grundstücksgröße ab. Erforderlich ist das Eineinhalb- bis Dreifache der zu beheizenden Wohnfläche.
- Hierbei wird dem Erdreich Wärme durch horizontal verlegte Rohrschlangen entzogen.
- Erdwärme kann auch durch Tiefenbohrung genutzt werden.
- Auch die Außenluft kann als Wärmequelle genutzt werden.
- Nachteil: Bei extremer Kälte sinkt der Wirkungsgrad der Wärmepumpe.
- Empfehlung: Zuschaltung eines Zentralheizungskessels oder Kachelofen
- Grundwasser eignet sich besonders gut als Wärmequelle wegen seiner konstanten Temperatur von 8 – 10 ° C.
- Achtung: nicht überall verfügbar und mit behördlichen Auflagen verbunden
Gasheizung (siehe auch Kapitel Wärmeerzeuger)
- Ebenso wie Fernwärme wird das Gas über ein Versorgungsnetz angeliefert.
- Gasheizungen sind sehr bedienerfreundlich und wenig störungsanfällig.
- Ein Lagerraum ist nicht nötig, ein Kamin allerdings schon, was wiederum Rauchfangkehrer- und Überprüfungskosten verursacht.
- Wenn es auf Ihrem Grundstück (oder in der Siedlung) einen Gasanschluss gibt, ist es sinnvoller, diesen zu nutzen und das ersparte Geld in Wärmedämmung zu investieren. Der Hausanschluss kann außen oder innen erfolgen.
- Je „energieeffizienter“ Ihr Haus geplant ist, desto weniger Gas werden Sie brauchen.
- Wenn Sie parallel dazu eine Solaranlage besitzen, können Sie den Gasverbrauch weiter einschränken.
- Zur Gasheizung können Sie auch einen Holzofen betreiben und sind so unabhängiger.
Schallschutz (siehe auch Kapitel Schallschutz)
- In Kellerräumen mit einer Heizkessel-Nennleistung bis ca. 100 kW werden Kessel- und Brennergeräusch meist nur durch Luftschall übertragen.
- Die Kellerdecke daher möglichst „schwer“ ausführen
- Schwimmenden Estrich im Erdgeschoss auf eine weich federnde Dämmschicht verlegen
- Im Kamin kann sich Schall aus dem Kessel ausbreiten. In diesem Fall zwischen Kessel und Kamin einen Schalldämpfer einsetzen
Lagerung des Brennmaterials (siehe auch Kapitel Brandschutz)
- Grundsätzlich Brennstoffe in eigenen Lagerräumen getrennt von der Heizungsanlage unterbringen
- Auf keinen Fall: Lagerung von Brennstoffen beim Heizkessel oder in Stiegenhäusern, auf Fluchtwegen, Hausfluren oder im Dachboden
- Lagertanks für brennbare Flüssigkeiten und Gase außerhalb des Gebäudes in einem 5-Meter-Sicherheitsumkreis (Bestimmung der Länder beachten)
- Öl kann in Erdtanks oder speziellen Kunststofftanks oder in einem speziell gebauten Öllagerraum gelagert werden.
- Der Lagerraum für feste Brennstoffe (Holz, Hackgut, Pellets) in Gebäuden muss brandbeständig mit nicht brennbaren Baustoffen (F90) und mit einer Brandschutztür F30 erfolgen.
- Bei Pellets auf Trockenheit und dichte Türen des Lagerraums achten (Austritt von Holzstaub bei Befüllung)
- Möglichst keine Wasser- oder Heizungsleitungen durch den Pellets-Lagerraum laufen lassen
Brennstoffe müssen getrennt von der Heizungsanlage gelagert werden!
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