Regenwassernutzung
In einem durchschnittlichen Haushalt verbraucht jede Person rund 150 Liter Trinkwasser pro Tag – davon gehen aber lediglich 2% zum Kochen auf. Ganze 35% Trinkwasser spülen wir in der Toilette (ohne Spartaste) hinunter. Hier liegt das größte Einsparpotenzial beim Wasserverbrauch. Regenwasser bekommen wir gratis von der Natur zur Verfügung gestellt – wir sollten es daher nutzen!
Sparpotenziale
- Bei WCs mit 6-Liter Spülkasteninhalt und Wasser-Stopp-Taste lässt sich eine erhebliche Menge Wasser einsparen
- Sinnvoll ist auch der Einbau von Spararmaturen für Dusche und Waschtisch
- Bei Wassermangel können auch Kompost-Toilettsysteme verwendet werden
- Richtig ausgeführt sind sie geruchsfrei und auch hygienisch unbedenklich
- Das Vakuumtoilettensystem ermöglicht ca. 90% Wassereinsparung und wesentlich kleinere Leitungsdurchmesser. Auch bei Toiletten unter dem Kanalniveau anwendbar
Regenwasser statt Trinkwasser
- Bei Neubauten kann eine Regenwasser-Sammelanlage von Anfang an eingeplant werden
- Man kann externe oder interne (zB im Keller) anbringen
- Der Wasserspeicher sollte einfach zu reinigen und nicht aus Metall sein (Korrosionsgefahr)
- Sammelwasser für Toilettenspülung, Waschmaschine und Gartenbewässerung verwenden
- Statt Trinkwasseranschluss Installation von Regenwasserleitungsnetz in allen Toiletten
- Bleibt der Regen über längere Zeit aus, wird Trinkwasser in den Regenwasser-Behälter nachgespeist
- Regenwasser- und Trinkwasserleitung sind vollkommen voneinander zu trennen
- Regenwasser ist bei Verwendung im Haushalt zu filtern – verschiedene Filterungsstufen:
- Für Toilette: einfacher Filtertopf
- Für Waschmaschine: Feinfilter
- Gebiete mit hartem Wasser: Einsatz von Regenwasser spart Waschmittel
- Wasser möglichst kühl und dunkel halten, über 15° C und bei Lichteinfall starke Vermehrung von Bakterien
- Speicher nicht zu groß dimensionieren (lange Standzeit – hygienische Belastung, Geruchsprobleme)
- Durchschnittliche Größe: 5 bis 8 m3 pro Haushalt, abhängig vom Einsatzbereich und angestrebtem Deckungsgrad
- Für Gartenbewässerung: 6 m3 pro 100 m2 zu bewässernde Fläche/Jahr
- Regenertrag berücksichtigen, Formel: Regenertrag = Dachfläche x Niederschlagsmenge (in Linz etwa 900 Liter/m2) x Abflussbeiwert (bei Ziegeldächern 0,75)
- Sinnvoll ist eine Zapfstelle für sonstige Anwendungen (Aufschrift: Kein Trinkwasser)
Überlegen Sie bei Neubauten den Einbau einer Sammelanlage für Regenwasser.
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