Wasserinstallation
Für die Haus-Anschlussleitung gilt: Die Versorgungsleitungen sollten mit maximal vier Bar beaufschlagt werden. Bei der Hauseinführung muss eine wasserdichte Durchführung in die Keller-Außenwand eingebaut werden. Profis in Ihrer Wohnumgebung finden Sie z.B. hier.
Kellerverteilung
- Nach der Wasserzählergarnitur ist, wenn nötig, ein Druckreduzierventil einzubauen, um unterschiedliche Druckverhältnisse auszugleichen.
- Achtung: Schmutzfilter einbauen und als Rückspülfilter ausführen (In einem speziellen Verfahren wird dabei der im Wasser mitgeführte Schmutz in den Abfluss entsorgt.)
- Als Material für den Wasserverteiler Messing oder Edelstahl verwenden
- Empfehlung: generell Wasseranalyse durchführen lassen
Dem Ergebnis entsprechend kann eine Wasserbehandlung eingebaut werden (z. B. bei zu viel Kalk oder Aggressivität des Wassers) - Dabei auf Prüfzeugnis der angebotenen Geräte (DVGW oder ÖVGW) achten und regelmäßig warten
Warm- und Kaltwasserverrohrung
- Achtung: Planung der Warm- und Kaltwasserverrohrung sowie der Fäkal- und Entlüftungsleitungen schon VOR Beginn des Rohbaus festlegen, erspart aufwändige Stemm- und Bohrarbeiten!
- Ver- und Entsorgungsleitungen in einem Installationsschacht zusammenfassen
- Daher: Küche, Bad und WC möglichst nah beieinander bzw. übereinander planen (Vermeidung langer, teurer Leitungsstränge)
- Warmwasserverbraucher sollten möglichst nahe beieinander liegen (mehr Wärmeverlust bei langen Leitungen, Energieverbrauch!).
- Material der Versorgungsleitungen: Kunststoff oder Edelstahl; bei Edelstahl nicht mit anderen Metallrohren kombinieren
- Keine Kalt- und Warmwasserrohre außen an Wänden verlegen
- Wasserleitungen durchgehend und ohne Wärmebrücken isolieren. Auf ausreichende Isolierstärke achten (auch Kaltwasserleitungen isolieren - ansonsten Gefahr der Schwitzwasserbildung)
- Fäkalableitungen: auf das Setzen von Reinigungsöffnungen achten, Mindestgefälle einhalten (über 2 Prozent). Achtung: Ein zu hohes Gefälle verursacht unliebsame Abflussgeräusche!
- Fehlende Fäkalentlüftung führt zu Geräuschen und Aussaugen der Siphone im Betrieb.
Wasser sparen!
- Bei einem Bedarf von 150 l Trinkwasser pro Person/Tag entfallen nur rund 4 l auf Trinkwasser und Kochen
- Durch einen tropfenden Wasserhahn rinnen bis zu 180 l Wasser/Tag, bei Warmwasser geht zusätzliche Energie auf (defekte Dichtungen und Armaturen austauschen!)
- Wassersparende Armaturen verwenden (Durchlaufbegrenzer an Waschbecken und Brauseköpfen, Einhebelmischer, Thermostatmischer etc.) Spartasten beim WC bewirken rund ein Drittel weniger Wasserverbrauch.
- Haushaltsgeräte mit geringem Wasserverbrauch verwenden
- Regenwassernutzung! Beim Neubau schon entsprechende Vorkehrungen treffen
Durch einen tropfenden Wasserhahn rinnen bis zu 180 l Wasser/Tag!
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